Khanom Bua Loy – ein alternatives Dessert zu Ostern

Vorweg: dieses Rezept ist nichts für Faule, aber dafür absolut lohnenswert und ein super Eyecatcher dazu.
Bua Loy heißt übersetzt: schwimmende Lotussamen. Wer dieses Rezept ausprobiert, wird spätestens bei der Zubereitung wissen, was damit gemeint ist.Die Klebereisbällchen werden so lange gekocht, bis sie an die Wasseroberfläche steigen und wie schwimmende Lotussamen anmuten. Die Konsistenz der Bällchen ist für den europäischen Gaumen etwas gewöhnungsbedürftig, der eine würde es als glitschig bezeichnen – der andere würde den Bezug zu den japanischen Mochis herstellen. No Risk, no Fun!

Zubereitungszeit:
etwa 1 Stunde

Zutaten:

1 Süßkartoffel
1 Rote Beete
1 daumengroßes Stück Ingwer
5 Pandanblätter
1 Liter Kokosmilch
Klebereismehl
Tapiokamehl
Prise Salz
Agavendicksaft

Zubereitung:

1. Zunächst die Süßkartoffel und die Rote Beete in grobe Stücke schneiden und in 10-15 min weich
dämpfen. Garprobe machen und falls nötig, Kochzeit verlängern. Das Gemüse ist fertig, wenn ihr durchpiecksen  könnt.

2. Während das Gemüse gart, bereitet ihr den grünen Farbstoff aus den Pandanblättern zu. Die Blätter gut waschen und den unteren holzigen Teil des Blattes (ca. 6-8 cm)abschneiden, den brauchen wir nicht. Ein Pandanblatt in der Mitte verknoten und für die Kokosmilchsuppe beiseite stellen. Den Rest der Pandanblätter klein schneiden und mit einer Prise Salz und etwas Wasser (ca. 100 ml) in den Mixer geben und zu einem Mus pürieren. Das Salz bewahrt den grünen Farbstoff des Chlorophylls und sorgt für ein längeres saftiges grün.

Wer einen Entsafter hat braucht diesen Schritt nicht mehr machen: Den Pandanmus durch ein feines Sieb geben und die Flüssigkeit auspressen. Das Pandanextrakt lässt sich in einem Einweckglas – ohne Farbeinbüße zu zeigen – für max. 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. [Die restlichen Fasern verarbeite ich oft zu einem leckeren Pandantee. Einfach mit etwas heißem Wasser und Süßungsmittel Eurer Wahl übergießen – fertig ist Euer Wohlfühltee.]

3. Das Gemüse nun mit etwas Wasser zu Mus verarbeiten und in separate Schälchen aufbewahren.

4. Nun stellen wir die Teige her: Pro Farbe benötigen wir ca. 5 EL Klebereismehl und etwas Farbstoff, den wir aus dem Gemüse gewonnen haben. Für die grüne Farbe 2 EL Pandanextrakt zum Klebereismehl geben und mit einem Esslöffel verrühren, anschließend die Finger mit Mehl benetzen und den Teig weitere 5-7 min. durchkneten. Der Teig sollte geschmeidig sein und nicht an den Fingern kleben, ist dies der Fall, etwas Mehl zum Teig hinzufügen.
Mit der Süßkartoffel und der Roten Beete genauso verfahren, jedoch gebt ihr hier, damit der Teig nicht zu trocken wird, etwas Wasser hinzu. Übertreibt es bei der Roten Beete nicht, gebt lieber weniger Farbstoff zum Teig , da die Rote Beete – Bällchen sonst die Kokosmilch verfärben könnten.

5. Nun folgt der spaßige Teil, jetzt wo die Teige fertig sind, können die Kügelchen zu kleine Eierchen geformt
werden. Damit die fertigen Bällchen nicht asutrocknen, sollte man mit Klarsichtfolie alles gut abdecken.

6. Auf einem flachen Teller Tapiokamehl ausbreiten und die fertigen Bällchen darin schwenken, dies bewirkt, dass die Bällchen beim Kochen nicht milchig werden, sondern durchsitig und glasig bleiben. Bringt einen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen und stellt Euch eine Schale mit eiskaltem Wasser bereit. Die Bällchen ins heiße Wasser geben uns solange köcheln lassen bis sie an die Oberfläche steigen. Die Bällchen sind fertig, wenn sie oben an die Oberfläche schwimmen. Die fertigen Bällchen werden abgeseiht und ins kalte Wasser zum Abschrecken gegeben. So lang verfahren, bis alle Bällchen gekocht und abgeschreckt sind.

7. Für die Kokosmilchsuppe: kippt ihr die Kokosmilch in einen Topf und werft das verknotete Pandanblatt mit ein paar Ingwerscheiben hinzu. Kurz bevor die Kokosmilch zu köcheln beginnt, stellt ihr die Flamme aus. Im Anschluss mit einer Prise Salz und etwas Agavendicksaft oder Süßungsmittel Eurer Wahl süßen. Die Kokosmilchsuppe sollte süß und zugleich leicht salzig schmecken. Die Bällchen aus dem Wasserbad schöpfen und zur Kokosmilchsuppe geben und noch einmal kurz aufwärmen, sodass die Bällchen sich besser mit der Kokosmilch verbinden. Das Dessert sollte möglichst zeitnah und warm verzehrt werden, da die Bällchen sonst eine andere Konsistenz erhalten.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Author: Me Chuthai

Me arbeitet als selbstständige Fotografin, sie hält Menschen, Landschaften und mit Vorliebe Food vor ihrer Linse fest. Als Foodie hat sie eine Schwäche für New York Cheesecake und Ramen.

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