Kugelrund in Szene gesetzt

Me: Eileen habe ich vor etwa sechs Jahren durch die Arbeit kennen gelernt, damals waren wir als studentische Aushilfskraft im Einzelhandel beschäftigt. Unser gemeinsamer Weg kreuzte sich damals für nur einen Monat. Eileen schlug durch eine andere Jobzusage einen neuen Weg ein; unser Kontakt verlor sich zunächst. Irgendwann habe ich über Social Media, sprich Selfie, mitbekommen, wie unter einem senfgelben Cardigan sich ein kleines Bäuchlein bei ihr abzeichnete. Impulsartig schrieb ich Eileen an und bat sie zu einem Schwangerschaftsshooting zu mir zu kommen, dabei habe ich mit der Schwangerschaftsfotografie gar nichts am Hut, das machen andere Fotografen viel ambitionierter.

Wenn man aber nun zum ersten Mal schwanger ist, sucht man nach Wegbegleiter und will wissen, wie es dem anderen so ergeht. Die Transformation zur Mutterschaft ist eine spannende Zeit: emotional, hormonell, energetisch und natürlich körperlich – es tut gut, Verbündete zu haben – zumal in unserem Freundeskreis noch wenige Eltern sind. Der Clou: Ich habe Eileen bis zum Shootingtag nicht wissen lassen, dass ich auch schwanger bin. Die Überraschung folgte, als ich ihr einige Wochen später in meinem weddinger Fotostudio die schwere Eisentür öffnete und zwischen uns beiden buchstäblich zwei kleine Menschlein standen. Die Überraschung ist mir gelungen, Eileen hat sich über meinen Zustand sehr gefreut. Die Bäuche stupsten wir sanft aneinander, bis heute blieb die Magie dieser Begegnung erhalten. Mit einem Abstand von nur drei Wochen sind unsere Jungs zur Welt gekommen und bis heute ziemlich beste Buddys geworden.

Da das Schwangerschaftsshooting im April 2016 stattfand, also Frühlingsgefühle pur, waren wir uns beide einig, dass wir mit prächtigen Farben und Blumen arbeiten wollten. Das Portrait sollte erhaben, direkt und zeitlos wirken – ähnlich wie die Portraits von Frida Kahlo, somit war unser Leitmotiv genau diese eine starke Persönlichkeit.

Eileen: In unserem Intro erwähnte ich ja schon woher Me und ich uns kennen. Die Story zum Shooting begann allerdings so: In meiner 26. Schwangerschaftswoche vereinbarte Me mit mir ein Shooting. Sie wollte mich und meine Kugel fotografieren, ihr schwebte so etwas wie eine schwangere Frida Kahlo durch den Kopf. Gesagt getan, so packten wir noch meine Freundin und Make Up Artist Tali Quindio ein und fuhren zur Location. Als Me mir dann die Tür öffnete, sah ich sofort, oh mein Gott, sie ist auch schwanger. Ich freute mich ungemein und dann auch noch zu hören, dass sie zeitgleich zwei Wochen auseinander lag, was für ein Zufall!

Das Shooting war so toll, ich habe ganz schöne Erinnerungen daran und bin so ziemlich froh diese Erfahrung gemacht zu haben. Andre, mein Verlobter zu dieser Zeit, hielt das Fotoshooting mit der Kamera fest, seht hier:

 

Author: nestliving

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